Informationsmanagement

DESTRIERO – IT-Unterstützung für Wiederherstellungs- und Wiederaufbaumaßnahmen nach Katastrophen

Logo DESTRIERO

Weltweit steigt die Zahl von Menschen, die durch Katastrophen unterschiedlicher Art betroffen ist. Dazu zählen z. B. Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hochwasser, technische Störfälle oder Terroranschläge. Die Auswirkungen in den betroffenen Ländern oder Regionen auf die Lebensbedingungen, die Wirtschaftsleistung oder die Umwelt können verehrend sein und sich großflächig und grenzüberschreitend ausbreiten. In der Folge sind Wiederherstellungs- und Wiederaufbaumaßnahmen langwierig, kostenintensiv und komplex.

Maßnahmen und Akteure in Katastrophenfällen

Zu den im Katastrophenfall notwendigen Maßnahmen zählen u.a. Schadensabschätzungen, Bedarfsermittlungen oder Planung und Durchführung von Wiederaufbaumaßnahmen. Diese werden üblicherweise von den lokalen Behörden koordiniert und durch eine Vielzahl von nationalen und internationalen Hilfsorganisationen unterstützt. Eine Herausforderung besteht darin, dass die letztgenannten Organisationen relativ autonom agieren. Die Koordination und Absprache der unterschiedlichen Akteure erfolgt durch regelmäßige physische Meetings.

IT-Unterstützung bei der Koordination von Hilfsorganisationen

Diese physischen Meetings sind unter anderem auf derzeit fehlende adäquate IT-Unterstützung zurückzuführen, die ein gemeinsames Vorgehen ermöglicht, indem Informationen beständig aktualisiert und zwischen den Organisationen ausgetauscht werden.

Das Ziel des Projektes DESTRIERO

An dieser Stelle setzt das EU-Projekt DESTRIERO an. Das Projekt hat zum Ziel, eine netzbasierte Informationsmanagementplattform zur Unterstützung der Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen nach Katastrophen zu entwickeln.
Dabei werden unterschiedlichste Aspekte des Informationsmanagements berücksichtigt, u.a. Datenerfassung, Interoperabilität oder Entscheidungsunterstützung adressiert und existierende Standards, Methoden und Vorgehensweisen der humanitären Hilfe.

Aufgaben des Fraunhofer IAO

Das Fraunhofer IAO beschäftigt sich innerhalb von DESTRIERO vor allem mit der funktionalen Interoperabilität. Diese soll sicherstellen, dass die verantwortlichen Entscheidungsträger im Wiederaufbau immer mit den für sie relevanten Informationen ausgestattet sind. Zudem sollen so gemeinsame Entscheidungsvorhaben erleichtert und die Maßnahmenabstimmung zwischen unterschiedlichen Hilfsorganisationen erleichtert werden.